Review: eco Late Night Talk mit Philipp Riederle

Nach dem inspirierenden TEDx Koeln Salon, der dem „eco Late Night Talk“ vorrausging, begrüßt Thomas Müller, Leiter der Unternehmenskommunikation, eco e.V., die Gäste zum Thema „Wie sieht die Zukunft für junge Arbeitnehmer aus?“ Was wollen die Arbeitnehmer der Generation Y? und Was wünschen sich Unternehmen von den Bewerbern?“

Die Gäste an der Bar: Arzu Uyan von 42dp Labs mit dem Bekenntnis: „Meine Firma, das sind meine Freunde“, Adi Rajca Gründer von Ampido, Lucia Falkenberg, HR eco, Anna Löw von Giant Swarm und Ralf Zilligen von b+d communications. Moderiert wird die Diskussion von Jung-Entrepreneur Philipp Riederle. Der Talk beginnt mit der Frage, was sich Arzu Uyan von einem Arbeitgeber wünscht: „Den Raum für Fehler, die aber auch zur eigenen Entwicklung beitragen“, Ralf Zilligen, auf der Arbeitgeberseite, möchte Transparenz schaffen und für seine Mitarbeiter nachvollziehbar bleiben. Riederle fragt weiter: „Was brauchen die Digital Natives von Arbeitgebern und Unternehmen um die besten Ergebnisse erzielen zu können?“

14987075163_e15cf3dc19_zMitarbeiter müssen die Visionen des Unternehmens verstehen und mittragen können. „Wir müssen unseren Mitarbeitern verständlich machen, dass wir Google für Dienstleistung und Sharing werden wollen. Diese Vision kommt bei den Mitarbeitern gut an, sagt Adi Rajca. Startups können oft nicht von Anfang an Marktgehalt zahlen oder Mitarbeiter mit finanziellen Beteiligungen oder anderen Vergünstigungen locken. Auch nachträgliche Mitarbeiterbeteiligungsprogramme helfen Mitarbeitern eine Vision weiter zu verfolgen.

Ralf Zilligen und allen anderen Teilnehmern nicken zustimmend. Es fällt bei jungen Arbeitnehmern oft auf, dass sie falsche Vorstellungen von den Berufen der Digital- oder Kreativ-Branche haben. Bei Giant Swarm, erläutert Anna Löw, gäbe es keine Urlaubsregelung, keine Mails, sondern einen offenen Chat, um die Kommunikation transparent zu halten und keine festen Arbeitszeiten. Das Prinzip heißt Vertrauen!

eco Late Night Talk

„New Work“ ist momentan in aller Munde, aber noch nicht Status quo, stellt Lucia Falkenberg fest. Sie wünscht sich von Mitarbeitern Zielgerichtetheit und die Fähigkeit, selbstständig Arbeiten zu können. Man sollte meinen, dass die viel beschworene Generation Y diese Anforderungen mitbringt. Was ist an dem „New Work“-Modell dann so schwer umzusetzen? Zum Beispiel, dass auch auf der Arbeitgeberseite Schwellenängste abgebaut werden müssen. Die Angst vor Kontrollverlust lähmt die Führungsetagen, es fällt schwer altes Führungswerkzeug abzulegen.

Gute Führungskompetenz hat nicht immer nur mit Kontrolle zu tun. „Sinn muss man manchmal auch erklären“, umschreibt Ralf Zilligen seine Auffassung von Mitarbeiterführung, „das sei ganz einfach nötig, um die Sinnhaftigkeit einer Idee in alle Positionen eines Unternehmens zu transportieren“.

15421628040_cc0b4cfac2_zPhilipp Riederle hakt noch ein letztes Mal nach: „Was wünschen sich die Unternehmen bzw. die anwesenden Talkgäste von potentiellen Kollegen und Mitarbeitern?“ Es fallen Begriffe wie Empathie, Leidenschaft, Begeisterung und Neugier. Sorgfältig sollen sie sein und penibel arbeiten können. Ralf Zilligen sorgt für den Lacher zum Schluss. Er wünscht sich hungrige, dialogfähige und rechtschreibsichere Kandidaten.