Review der Podiumsdiskussion für Bürger & Digitale Gesellschaft: Diese Apps braucht die Welt

In intimer Runde trafen sich zur "Code for Germany"- Veranstaltung am letzten Tag der Internetwoche, Sabine Möwes (Leiterin E-Government, Stadt Köln), Julia Kloiber (Projektleiterin, Open Knowledge Foundation), Sandro Gianella (Senior Policy Analyst, Google Germany), Marcel Belledin (OKLABS Köln) sowie engagierte und interessierte Bürger im Studio Dumont.

Die Initiative „Code for Germany“ hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Entwicklung konkreter Anwendungen neue Möglichkeiten und Chancen in Bereichen wie Bürgerservice, Partizipation und staatlicher Transparenz aufzuzeigen und die Öffnung staatlicher Daten weiter voranzutreiben. 
Die Anwendungen und Werkzeuge helfen dabei den Alltag von BürgerInnen zu vereinfachen, ermöglichen Partizipation oder verbessern die Kommunikation zwischen Staat, Institutionen und Bürgerinnen. Die Basis vieler Anwendungen sind offene Verwaltungsdaten wie Finanzdaten, Umweltdaten, Daten zu Bildung, Nahverkehr oder statistische Daten. 

In einem gemeinsamen Gespräch wurde darüber diskutiert, welche Daten gebraucht werden, um für die Öffentlichkeit relevante Anwendungen zu realisieren.

Internetwoche Köln (@iwcgn) 24. Oktober 2014

 

Sabine Möwes wies einleitend daraufhin, dass die Stadt Köln früher eine digitale Agenda gehabt habe, als die Bundesregierung. Die Stadt Köln hat ein großes Interesse daran, den Anforderungen an das E-Government gerecht zu werden. Häufig werden diese aber durch gesetzte Strukturen und durch die noch fehlenden technischen Mittel erschwert. Die Stadt Köln bemühe sich aber massiv den nötigen Innovationen den Weg zu ebnen und Maßnahmen zeitnah umzusetzen.

Internetwoche Köln (@iwcgn) 24. Oktober 2014

 

Einig war man sich darüber, dass die:

Internetwoche Köln (@iwcgn) 24. Oktober 2014

 

Sandro Gianella wirft ein: „Der Bürger muss vielleicht nicht wissen, was genau Open Data ist, wenn es funktioniert einen KITA-Platz zu bekommen.“ Trotzdem geht es darum der Öffentlichkeit mit Transparenz zu begegnen. Das sei aber wiederum eine Frage der Vermittlung. Die Stadt Köln habe in der Open Data Frage einen Multistakeholder-Ansatz. Bei diesem Konzept sollen alle Anspruchsgruppen mit ins Boot geholt und deren Interessen mit einbezogen werden. Daraus erwächst bei allen Beteiligten die Erkenntnis, einen demokratischen Dialog mit den Bürgern zu suchen. 

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Julia Kloiber, Open Knowledge Foundation

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Im Gespräch: Sandro Gianella, Senior Policy Analyst, Google Germany

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Sabine Möwes, Dirk Blauhut und Valentina Kerst diskutieren mit Engagement und Spaß an der Sache

 

Julia Kloiber fragt, welche Zielgruppen genau sich für diesen Dialog einsetzen lassen. Sie schlägt vor, Kinder zu bestimmten städtischen Situationen zu befragen oder Fahrradfahrer, die die Stadt Köln mit Informationen über den Zustand von Radwegen etc. informieren könnten. Ein weiterer Teilnehmer schlug vor, Bürgern die Möglichkeit zu geben, Fahrraddiebstähle per App melden zu können, aus der sich eine für alle ersichtliche Statistik über die Diebstahlorte ergibt. Die städtischen Vertreter gaben allerdings zu bedenken, dass das dazu führen könne, das bestimmte Viertel dadurch eine Ächtung erfahren. 

Das Fazit der Veranstaltung: Es ist wichtig mit der Öffentlichkeit über konkrete Themen zu sprechen und sie in den Wandel aktiv mit einzubeziehen. Das schafft Vertrauen und fördert den regen Austausch.

Internetwoche Köln (@iwcgn) 24. Oktober 2014