Jetzt in die Zukunft denken: Digital Education Day 2015 – Bildungscamp Köln

Die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft hängt sehr stark davon ab, wie wir in der Gegenwart agieren und die Potenziale unserer Kinder und Jugendlichen fördern. Wir leben in einer Informations- und Wissensgesellschaft, die auch im Bildungssektor die Digitalisierung immer mitdenken muss. 

Das bedeutet allerdings nicht: Viel bringt viel. Kinder und Jugendliche die übermäßig viel Zeit am Computer verbringen, verfügen nicht zwangsläufig über mehr Lernkompetenz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Pisa-Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Grundlage dieser Pisa-Studie zur digitalen Kompetenz sind Daten, die bereits 2012 erhoben wurden. Die Ergebnisse der Erhebung für Deutschland, basieren laut OECD, auf Zahlen zur digitalen Lesekompetenz und der computer-basierten mathematischen Fähigkeiten. 

Effizienter kann nur werden, was schon effizient ist

Die Studie stellte heraus: Sozial privilegierte Schichten, nutzen neue Technologien eher zur Informationsbeschaffung, während sozial Benachteiligte nach Unterhaltung und Ablenkung suchen. Aber auch für die jungen Informationsbeschaffer gilt: Je zielgerichteter Technologien im schulischen Kontext genutzt werden, umso größer ist der Lernerfolg. Die Schülerinnen und Schüler müssen lernen, brauchbare von unbrauchbaren Informationen zu unterscheiden und eine Recherche sinnvoll zu planen.

Nur so, und das macht die Studie deutlich, kann digitale Bildung dazu beitragen, Wissen spielerisch zu vermitteln, die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen zu individualisieren und kooperatives Lernen zu fördern. Dazu muss der Zugang zu digitaler Bildung flächendeckend gesichert sein. Lehrerinnen und Lehrer sollten auf den Einsatz digitaler Technologien im Unterricht gezielt vorbereitet werden.

Der Digital Education Day 2015 – Bildungscamp Köln knüpft genau an diese Schwierigkeiten und Möglichkeiten an, und informiert mit zahlreichen Vorträgen und Workshops über den Einsatz von digitalen Medien im Schul- und Hochschulalltag.

„Neben praktischen IT-Lösungen zeigen wir u. a. wie Tablets, Roboter & Co. den Unterricht bereichern können oder welche Einsatzmöglichkeiten eine Lernsoftware bietet. Wir analysieren die neuesten Gefahren im Netz, zeigen, was es mit freien Bildungsmaterialien auf sich hat und geben Informationen zur gezielten Lehrerfortbildung“.

Zusätzlich zum festen Tagungsprogramm am Samstag, 24. Oktober 2015, erwarten Sie neben zahlreichen spannenden Veranstaltungen auch sogenannte Sessions, die sich spontan und in BarCamp-Manier aus einem Kreis von Teilnehmerinnen und Teilnehmern ergeben.