Digitale Agenda für Kommunen – Regionalkonferenz zum Prozess der Digitalisierung in Stadt, Gemeinde und Kreis

Die Stadt Köln ist in Sachen E-Government eine der Vorreiterkommunen in Deutschland und richtet zu Beginn der Internetwoche gemeinsam mit dem Nationalen IT-Gipfel, der Bundes-Arbeitsgemeinschaft kommunaler IT-Dienstleister e.V. VITAKO und dem Erprobungsraum Rheinland die Regionalkonferenz „Digitale Agenda für Kommunen“ aus. Zentrales Thema der Veranstaltung wird der Prozess der Digitalisierung der Städte, Gemeinden und Kreise der Region sein.

Mit vier Themenschwerpunkten zur Digitalen Wirtschaft: Arbeit 4.0, einer bürgernahen digitalen Verwaltung, der Möglichkeit offener digitaler Bildung für alle und der Frage danach wie Städte und Regionen besser und smarter vernetzt werden können, bietet die Konferenz eine Plattform für die Erörterung der Problemstellungen und Ideen.

Attraktiv ist was mit der Zeit geht

Fieberhaft arbeiten viele Kommunen an nachhaltigen Digitalisierungsstrategien zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger und daran die digitale Infrastruktur für Unternehmen zu verbessern. Auch weil immer deutlicher wird vor welchen Herausforderungen Städte und Gemeinden in Zukunft stehen werden oder schon stehen. Fakt ist: Die Attraktivität als Standort hängt entscheidend vom Fortschritt der Digitalisierung ab.

Neben schon relativ leicht zu etablierenden Angeboten, wie die Online-Terminvereinbarung beim Bürgeramt oder der Ticketkauf per Mobiltelefon für öffentliche Verkehrsmittel, sind komplexe Serviceleistungen noch kein Standard. Vor allem die Möglichkeit eine Online-Bürgerbeteiligung als Chance für Teilhabe zu begreifen, findet noch zu wenig Anwendung.

Komplexer und vernetzter muss es werden

Auf der Konferenz können die Kommunen der Region gemeinschaftlich Ziele entwickeln, Ideen in die Heimatgemeinden tragen und vor Ort Prozesse angehen. Ziel soll es sein erfolgreiche Initiativen für Digitalisierungsprojekte zu schaffen und auf den Weg zu bringen. Wichtig dabei ist, bei aller Individualität der Kommunen, die Zusammenarbeit über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg.

Die Regionalkonferenz ist Teil einer Serie von Veranstaltungen zur Vorbereitung des Nationalen IT-Gipfels, der es sich zum Ziel gesetzt hat der kommunalen Stimme auf dem Gipfel ein stärkeres Gehör zu verschaffen. Bei insgesamt vier Veranstaltungen besteht bis zum 19. November 2015 die Möglichkeit Botschaften an die Länder und den Bund zu richten und Vorschläge zu unterbreiten wie Hemmnisse abgebaut und gute Rahmenbedingungen geschaffen werden können.

Nach der Begrüßung und Einführung durch den Kölner Stadtdirektor Guido Kahlen folgen Kurzvorträge von Hartmut Beuß, CIO des Landes NRW, der über die Digitale Zusammenarbeit von Land und Kommunen spricht, gefolgt von einem Vortrag von Jörn Riedel, CIO der Freien und Hansestadt Hamburg, der am Beispiel von Hamburg deutlich macht wie die Digitalisierung großer Städte voranschreitet und schließlich referiert Strategieberater Willi Kaczorowski zum Thema Smart Cities.

Die Vorträge münden in eine Gesprächsrunde mit dem Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters, seinem Aachener Kollegen Oberbürgermeister Marcel Philipp und dem Beigeordneten der Landeshauptstadt Düsseldorf Prof. Dr. Meyer-Falcke. Die vier interaktiven Workshops starten nach dem Mittagessen und werden als „Botschaften an den Nationalen IT-Gipfel“ am Nachmittag präsentiert.