Hilfreiche Attrappen – Der Prototyping Workshop

Wer schon immer mal eine App entwickeln wollte, ist am Freitag den 23. Oktober 2015 zum Workshop Prototyping: Fake it till you make it eingeladen. Gemeinsam mit Andrey Esaulov, Head of Prototyping von meinestadt.de soll der Prototyp einer mobilen Applikation erstellt werden, und das methodenübergreifend von Microsoft Word bis hin zu X-Code.

Prototyping – Was ist das eigentlich?

Unter Prototyping wird eine meist visualisierte Herangehensweise an ein Produkt oder eine Dienstleistung bezeichnet, die als Verfahren oder Prozess zu verstehen ist. Das Ergebnis dieser Prozesse ist der sogenannte Prototyp, der eine sehr basale Version des angeforderten Ergebnisses zeigt.

Prototyping wird als Methode vor allem in der Softwareentwicklung eingesetzt und hat viele Vorteile: Es führt schnell zu Ergebnissen und lässt frühzeitig Rückschlüsse bezüglich der Eignung der Idee zu. So kann schon früh im Prozess beurteilt werden, ob die Anforderung tauglich ist. Außerdem ist es möglich, mit wenig Aufwand Probleme zu beheben, was nach Fertigstellung des Endproduktes deutlich komplizierter gewesen wäre.

Statt abstrakte Modelle zu verwenden, dient Prototyping als Basis für eine stabile Kommunikation mit Kunden und innerhalb des Entwicklerteams. Ein Mock-up (dt. Attrappe) oder ein lauffähiges Stück Software bilden damit sehr klar Teilkomponenten eines Gesamtsystems ab und erleichtern Absprachen und Vorgänge.

Der Oberflächenprototyp – Ein Klassiker

Mit einem Oberflächenprototyp wird dem Kunden oder späterem User meist grafisch ein erster Eindruck der zukünftigen Benutzeroberfläche oder des Programmablaufes vermittelt. Die inkrementelle, das heißt stufenweise Entwicklung eines Produkts kann daher gleich in den Anfangsphasen auf Designprobleme aufmerksam machen aber auch zusätzliche Kundenwünsche in den Auftrag einfließen lassen. Prototyping kann aber auch hilfreich für den Bereich Projektmanagement sein, weil sich Softwareprojekte hinsichtlich Arbeitsaufwand und Kosten besser einschätzen lassen.

Der Workshop legt den Fokus auf den Aspekt der „Experience“: Bestehende Ideen sollen getestet und neue entwickelt werden. Dafür sind erfreulicherweise keine Vorkenntnisse in Programmierung nötig.