5 Fragen an… Lars Gräßer, Grimme-Institut

Lieber Lars, wer seid Ihr? Stell Euch einmal kurz vor.
Das Grimme-Institut kennt man vor allem hinsichtlich der Preise, dem Grimme-Preis für herausragende Fernsehproduktionen und dem Grimme Online Award für Qualität im Netz. Darüber hinaus ist das Grimme-Institut aber auch im Medienbildungsbereich aktiv, dieser spielt bei unseren Veranstaltungen während der Internetwoche auch eine größere Rolle.

Was macht Ihr bei der Internetwoche?
Beim Social Community Day werden verschiedene Möglichkeiten und Methoden des gesellschaftlichen Engagements präsentiert und diskutiert, die über soziale Medien organisiert und verbreitet werden. Zwei Panels am Vormittag sind unter anderem mit Nominierten und Preisträgern für den diesjährigen Grimme Online Award besetzt, die durch ihre innovativen Angebote im gesellschaftlichen Bereich auf sich aufmerksam gemacht haben. Über die Erfahrung aus real existierenden Projekten und Angeboten wird sich zeigen, wie soziale Medien effektiv auch für soziales Engagement eingesetzt werden können.

Darüber hinaus wird es einen Input zu Big Data und Medienbildung geben – in Kooperation mit der Macromedia Hochschule.

Was erwartet die Besucher auf Euren Events?
Was den Social Community Day angeht: viel Praxis. Die ausgewählten Beispiele veranschaulichen, wie gesellschaftliches Engagement einerseits initiiert und andererseits abgebildet werden kann – etwa in Blogs und Podcasts oder mittels sozialer Netzwerke und interaktiver Karten. Dies soll auch Gegenstand der vier Workshops am Nachmittag des Social Community Day sein.

In dem Input zu „Die Welt der Daten“ geht es um die aktuelle Frage, wie die Medienbildung mit Big Data und dem Internet der Dinge umgehen soll. Wie greifen zukünftig Algorithmen in soziale Prozesse ein? Wie kann die Medienbildung mit dem Kontrollverlust umgehen? Brauchen wir eine Medienkompetenz 4.0?

Warum seid Ihr dabei?
Wir kennen und wir schätzen die Internetwoche – seit Jahren! Deshalb sind wir gerne dabei.

Grimme ist im westfälischen Marl beheimatet, aber Köln und das umliegende Rheinland sind einfach der Medienstandort, weshalb nicht nur der Grimme Online Award hier seit Jahren vergeben wird, sondern auch zahlreiche Veranstaltungen des Grimme-Instituts hier stattfinden.

Darüber hinaus haben wir enge Beziehungen mit der Universität zu Köln, mit der wir Ende 2014 das „Grimme-Forschungskolleg – Medien und Gesellschaft im digitalen Zeitalter“ gegründet haben. Es liefert auch die inhaltlichen Schwerpunkte unseres Engagements bei der diesjährigen Internetwoche: Gesellschaft und darüber hinaus Bildung.

Was bedeutet das diesjährige Motto „Think global! Act local?“ für Euch? 
Denken ohne Grenzen, Lösungen für die Probleme vor Ort finden – und danach handeln.